| Größe | Staat | Einwohnerzahl | Median Alter |
Ölkonsum in Mio bbl/Tag |
GDP/Kopf (*) in 1000 USD |
|---|---|---|---|---|---|
| (*) Natürlich wären Daten zur Dynamik des Alters-Median, zum jährlichen Wachstum der Relation Bruttosozialprodukt pro Kopf und zum prozentualen Anteil der Einkommens-Schichten am Bruttosozialprodukt viel aussagefähiger gewesen,- aber darüber schweigt sich das factbook erstmal aus. (Mit viel Geduld kann man das alles aus den zurückliegenden Jahrgängen und den diversen UNDP-Reports heraus destillieren.) | |||||
| 6 | Pakistan | 167.762.040 | 21,2 | 0,35 | 2,71 |
| 19 | Saudi Arabien | 28.161.417 | 21,5 | 2,00 | 23,2 |
| 10 | Philippinen | 92,681,453 | 23 | 0,34 | 3,4 |
| 17 | Südafrika | 43,786,115 | 24,5 | 0,52 | 9,8 |
| 2 | Indien | 1.147.995.898 | 25,1 | 2,44 | 2,7 |
| 9 | Mexiko | 109,955,400 | 26 | 2,08 | 12,8 |
| 13 | Iran | 65,875,223 | 26,4 | 1,63 | 10,6 |
| 4 | Indonesien | 237.512.355 | 27,2 | 1,10 | 3,7 |
| 5 | Brasilien | 191.908.598 | 29 | 2,10 | 9,7 |
| 12 | Türkei | 71.892.807 | 29 | 0,66 | 12,9 |
| 1 | China | 1.330.044.605 | 33,6 | 6,93 | 11,4 |
| 3 | USA | 303.824.646 | 36,6 | 20,80 | 45,8 |
| 7 | Russland | 140.702.094 | 38,3 | 2,92 | 14,7 |
| 14 | Frankreich | 64,057,790 | 39,2 | 1,99 | 33,2 |
| 15 | GB | 60.943.912 | 39,9 | 1,82 | 35,1 |
| 18 | Spanien | 40.491.051 | 40,7 | 1,60 | 30,1 |
| 16 | Italien | 58.145.321 | 42,9 | 1,73 | 30,4 |
| 11 | Deutschland | 82.369.548 | 43,4 | 2,62 | 34,2 |
| 8 | Japan | 127.288.419 | 43,8 | 5,35 | 33,6 |
Alters-Median gegen Resourcenbedarf und ökonomische Größe des Landes läßt die prominenten Plätze mancher Länder in den Nachrichten in anderem Licht sehen. Konflikte zeichnen sich ab mit Potenzen der Zukunft. Der Geleitzug der Industrienationen fährt unaufhaltsam auf Untiefen der Sozialversorgungssysteme zu. Die youth-bulge Mythe arbeitet weiter ihren Weg durch die Feindbildprojektoren.
Alle Industrienationen ausser den USA mit ihrer kontinuierlich starken Immigration sehen sich mit den Folgen des demografischen Paradoxons konfrontiert:
Obwohl Wohlstand, medizinische Versorgung und die allgemeine Lebenserwartung sich seit Jahrzehnten kontinuierlich verbessern, fällt die Reproduktionsrate auf immer tiefere Werte unterhalb des Reproduktionsoptimums:
Größerer Anteil am gestiegenen Bildungsniveau, allmähliche Annäherung an die gesellschaftliche Gleichberechtigung und die Möglichkeit zur Verwirklchung individueller Lebensentwürfe ermöglichen es immer mehr Frauen in den industrialisierten Gesellschaften, sich von sozialen Klischees zu lösen und das Gebären von Kindern zum Ergebnis einer persönlichen Entscheidung für das Kind zu machen.
In der Folge dieser globalen Tendenz steigt das durchschnittliche Mutterschaftsalter und die Zahl der Mütter sinkt. Was wiederum die Anzahl zukünftig möglicher Mütter senkt.
Die Bevölkerungspyramide dreht sich allmählich um.
Sieht man von möglicher Einwanderung ab, treten mehrere Effekte gleichzeitig auf:
Aus diesen demografischen Vorgängen, die ja schon für sich gesehen Veränderungen der Lebensweise und -haltung mit sich bringen, ergeben sich weitergehende Konsequenzen, die sich als Krisenszenarien beschreiben lassen:
Die Bevölkerungen der Industrienationen werden mittel- und langfristig schrumpfen, im Durchschnitt immer älter und die Versorgungssysteme auf Umlagebasis werden an die Grenze der Leistungsfähigkeit kommen. Der soziale Friede und die Rechtsordnungen sind gefährdet.
gefühlter Sicherheitund statistisch messbarer Sicherheit wird wachsen.
Die denkbaren Krisenszenarien bieten sich zur politischen und/oder medialen Ausbeutung durch angstgeführte Kampagnen geradezu an. Parallel zu unserem eigenen, steigenden Lebensalter (mit dem Wunsch nach einer gewissen Beruhigung der Lebenssituation und nach materieller Sicherheit) werden sich
„und das demographische Defizit wird im 21. Jahrhundert noch dramatisch zunehmen.“