Die Liste der schädigenden Einwirkung der Krisenproduzenten auf die globale Ökologie, die Liste ökologischer Bedrohungszenarien ließe sich beliebig fortsetzen.
Weltweit sinkt der Anteil von autochthonen Kulturzonen mit niederiger ökologischer Belastung und hoher Fehlertoleranz.
60 Energiesklaven arbeiten im Durchschnitt für einen Einwohner der Industrienationen. Werden es bald wieder echte Sklaven sein?
Stattdessen steigt der Anteil industriell gemanagter und versiegelter, hochkomplexer Kulturzonen mit niedriger Fehlertoleranz an, und die Rechts- und Eigentumstitel dafür liegen in den Zentren der industriellen Zonen verschlossen.
Die wohlhabenden Nationen nehmen sich in Erstschlagsmanier das Recht zu beliebig tiefgreifenden Technologien mit beliebig steigerbaren Krisenszenarien heraus,- für eine Handvoll Dollars.
Auf's engste damit verwoben ist das Thema Geopolitik und Energieversorgung, wobei Demografie, ökonomische Entwicklungen und geopolitische Strategien und Ereignisse in Zukunft sicherlich noch enger um das Thema Energieversorgung, Rohstoffversorgung und Klima gravitieren werden.
Die Energieversorgung sei hier stellvertretend herausgegriffen für die Versorgungsengpässe der Zukunft, die sich weltweit bei Luft, Wasser, Boden, Agrarprodukten und strategischen Bodenschätzen noch einstellen werden.
Während die potentiellen Konfliktlinien hier vor allem Verfügungsgewalt und Verteilungsgerechtigeit betreffen, geht es bei der Energieversorgung bzw. bei der Versorgung der Industrienationen mit bezahlbarem Erdöl real schon um einen Endkampf um die Verteilung der letzten verfügbaren Resourcen: Schon innerhalb der nächsten 25-50 Jahre werden die ökonomisch nutzbaren Erdöl-Vorräte komplett erschöpft sein.
Daß Öl-Interessen zumindest eine gehörige Portion Anteil an den kriegerischen Ereignissen nach 9/11 haben, ist inzwischen ja schon eine absolute Trivialität. Welche Auswirkungen allerdings das Zusammenwirken der verschiedenen resourcenbezogenen Größen auf unser Leben in naher Zukunft haben werden, ist schwer vorherzusehen.
Der Versuch der USA, ihren hegemonialen Anspruch im geopolitisch zentralen asiatischen Raum mit Waffengewalt durchzusetzen und dauerhaft zu untermauern, scheint sich abzuzeichnen.
Inwieweit die USA als größter Öl-Konsument (in Konkurrenz zu einem erstarkenden China) bereit sein werden, die eroberten saudischen und irakischen Vorräte zu erträglichen Raten zu teilen, ist schwer zu beurteilen.
Wie wird sich der Abfall der carrying capacity pro Hektar durch das Ende der Ölwirtschaft auswirken?
Ein Leben ohne Auto- oder Flug-Benzin kann sich jeder mit Mühe noch vorstellen, autofreie Sonntage und Fahrverbote sind so manchem vielleicht noch im Gedächtnis.
Aber eine industrielle Welt ohne Öl oder sogar ganz ohne fossile Brennstoffe, ist das ohne Kriege vorstellbar? Erst recht, wenn es darum gehen soll, bei schwindender energetischer Basis Lebensverhältnisse aufrecht zu erhalten, die den Menschen der wohlhabenden Nationen über mehr als 100 Jahre lieb und teuer geworden sind.
Was bedeutet es wirklich in aller Konsequenz für unsere zukünftige Entwicklung, ohne bezahlbaren Nachschub an fossilen Brennstoffen auskommen zu müssen?
Ein Rückfall auf Formen der Subsistenzökonomie auch in den Industrieländern ist nicht auszuschließen.
„Quite plainly, as fossil fuel production begins to decline within the next decade, there will be less energy available for the production of food.“